EXCHANGE

171913

REPORT

OF THE

SECOND NORWEGIAN ARCTIC EXPEDITION IN THE "FRAM"

1898-1902

VOL. III.

AT THE EXPENSE OF THE FRIDTJOF NANSEN FUND FOR THE ADVANCEMENT OF SCIENCE

PUBLISHED BY VIDENSKABS-SELSKABET I KRISTIANIA

-ooo-

KRISTIANIA

IN COMMISSION BY T. 0. BR0GGER

PRINTED BY A. W. BR0GGER

1911

REPORT

OF THE

SECOND NORWEGIAN ARCTIC EXPEDITION IN THE "FRAM"

1898-1902

VOL. III.

AT THE EXPENSE OF THE FBIDTJOF NANSEN FUND FOR THE AI>VAX«:EMENT OF SCIENCE

VIDENSKABS-SELSKABET I KRISTIANIA

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KRISTIANIA

IN COMMISSION BY T. O. BR0GGER

PRINTED BY A. W. BR0GGER 1911

CONTENTS OF VOL. III.

No. 14. PAUL B.IERKAN: Ascidien. Mil 1 Tafel. (Gedruckt Marz, 1908) 1- 12 15. HJALMAR DITLEVSEN: Annulata polychaeta. Taf. I III.

(Gedruckt Marz, 1909) 1-23

- 16. H. G. SIMMONS: A Revised List of the FlovveringPIants and

Ferns of North Western Greenland, with some short Notes about the Affinities of the Flora. (With one map in

the text.) (Printed April, 1909) 1-110

- 17. HANS KLER: On the Bottom Deposits from the Second

Norwegian Arctic Expedition in the "Fram". (Printed

May, 15)09) 1-8

- 18. G. 0. SARS: Crustacea. (With 12 autogr. plates.) (Printed

June, 1909) 1-47

- 1'.). H. G. SIMMONS: Stray Contributions to the Botany of North

Devon and some other Islands, Visited in 1900—1902. With one Map in the text and an alphabetical index to No. 2. Flora of Ellesmereland, No. 16, Plants of N. W. Greenland, and this paper. (Printed June, 1909) ..... 1- 36

- 20. JAMES A. GRIEG: Brachiopods and Molluscs, with a Supple-

ment to the Echinoderms. (With a Table.) (Printed

October. 1909) 1-45

- 21. OTTO V. DARBISHIRE: Lichens Collected during the 2nd

Norwegian Polar Expedition in 1898—1902. With 2

Plates. (Printed October, 1909) 1-68

•2-2. CARL BUGGE: Petrographische Resultate der 2ten Fram-

Expedition. (MitSTafeln und Karten.) (Gedruckt October, 1910) 1-38

- 23. CONRAD FRISTEDT: Sponges from the Coast of Ellesmere-

Land. (Printed October, 1909) 1-5

- 24. FREDRIK INGVARSON: Die Treibholzer auf dem Ellesmere-

Land. (Gedruckt June, 1910) 1-57

-25. AD. S.JENSEN: Fishes. (Printed December, 1910) 1-15

- 26. A. APPELLOF: Pycnogoniden. (Gedruckt November, 1910) . . 1- 7 -27. H. H. GRAN: Phytoplankton. (Gedruckt Februar, 1911) . . 1-28

245177

REPORT OF THE SECOND NORWEGIAN ARCTIC EXPEDITION IN THE "FRAM", 1898—1902. No. 14.

PAUL BJERKAN:

ASCIDIEN

(MIT 1 TAFEL)

AT THE EXl'ENC.E OF THK FRIDT.TOF NANSEN FUND FOR THK ADVANCEMENT OF SCIENCE

PUBLISHED BY

VIDENSKABS-SELSKABET I KRISTIANIA

KH1STIANIA

PRINTED BY A. W. BR0GGEH

1908

_LJas Material ist leider nicht sehr reich an Arten, hat aber in Ver- bindung mit einer Sammlung nordamerikanischer Ascidien im zoologischen Museum der Universitat zu Kristiania grosses Interesse, speziell fur die Ausbreitung vieler Arten. Viele Arten, die im Meere nordlich von Eu- ropa ihre Heimat haben oder dort eingedrungen sind, findet man auch in Gronland und dem arktisch-amerikanischen Archipel oder an der Ost- kiiste von Nord-Amerika, sogar weit nach Siiden hinein. Wegen der speziellen Strom verbal! nisse des Eismeeres ist dies ja auch sehr nattir- lich. Die Eier und Larven der verschiedenen Ascidien lassen sich leicht init dem Strome forttreiben, und wenn sie nur die fiir sie geeignete Was- sertemperatur vorfinden, machen sie ihre Entwicklung durch und wer- den sesshaft ebensogut weit von der Stelle, wo die Eltern befestigt waren, als in deren Nalie. Durch die Arbeiten von TRAUSTEDT (1880) und HART- MEYER (1903) sind viele Arten, die fruher vom nordlichen Europa be- schrieben worden sind, auch fiir Gronland und die benachbarten Meere nachgewiesen. Viele von diesen sind an den Kiisten Nord-Asiens gefunden, und wenn man sie auch zwischen den Inseln des arktisch- amerikanischen Archipels findet, hat es keinen Zweck, ihre Zirkumpo- laritat in Abrede zu stellen.

Die Ascidien der 2ten "Fram"-Expedition sind auf 76— 79° N. B. und 75 90° W. L. (Greenwich), in den Sunden und Fjorden, die von Smiths Sund gegen Westen und von Jones' Sund gegen Norden in das Ellesmere Land eindringen, genommen. Speziell sind durch Dreggen an den Kiisten von Simmons Halbinsel zwischen Gaase fjord und Helvedesporten viele Ascidien gefunden worden. Im Gaasefjord lag die t;Fram" eingefroren in den zwei Wintern 1900—01 und 1901—02. Uber die Meeresfauna dieses Fjords sagt SvERDRUP1): ,,BAY (der Zoologe der Expedition) erzahlte, dass er niemals an irgend welcher Stelle in den arktischen Gegenden eine so reiche Fauna gefunden habe. Seine Funde

1 OTTO SVERDRUP, Nyt Land, v, II, p. 112.

4: PAUL BJERKAN. [2ND ARC. EXP. FRAM

waren in inelireren Beziehungen Qberraschend. Schade nur, dass er nicht langere Zeit arbeilen konnte." Der letzte Passus zeigt, wie schwierig es ist, in den hocharktischen Gegendcn mit der Dregge zu arbeiten. Die langste Zeit des Jahres deckt das Eis alles, und nur in den Monaten Juli und August, oder vvenn man gliicklich ist, auch einige Tage im Sep- tember, kann man die See often finden. Uber die Verhaltnisse der oben erwiihnten Meeresstrasse Helvedesporten kann man in SIMMONS' "Rapport"1) lesen. Man sieht, wie der Strom hier sehr stark zwischen Jones' Sund und der nordlich liegenden Norskebugt zieht. Verhaltnisse, die speziell fiir festsitzende Tiere selir vorteilliaft sein miissen. Die Schwierigkeiten beim Drejigen waren aber sehr gross. Eis, Strom und Wind bewirkten, dass man nur an einzelnen vom Zufall bestimmten Stellen dreggen konnte. Dass das Material unter diesen Umstanden etwas liickenhaft werden musste, ist leicht zu verstehen.

Das Material entlmlt 6 Arten, die 5 Genera reprasenlieren. Allege- horen zu den einfachen Ascidien und trotz sorgfaltiger Untersuchungen des ubrigen Materials, zum Beispiel der Balaniden, bin ich nicht im Stande gewesen, irgend eine MSynascidien"-Kolonie zu finden.

Wenn ich im folgenden die Arten naher bespreche, muss ich bemerken, dass von Synonymic des Platzes vvegen nur das Notwendigste mitgenom- rnen ist. Ubrigens vervveise ich auf HARTMEYERS, rAscidien der Arktis", wo die Synonymic aller arktischen Ascidien ausfuhrlich behandelt ist. Wenn ich von dem obenerwahnten Verfasser abweiche, wird dies im Texte ausdri'icklicli bemerkt.

Hiusichtlich der naheren Angaben der Fundstellen ist auf die Karten in ISACHSEN, ,,Astronomical und Geodetical Observations" (No. 5 dieses .,Report") hinzuweisen3). Urn den Gebrauch der Karten zu erleichtern. schreibe ich wio in diesen Karten die Namen, die von der wFram"-Expedi- tion gegehen sind, norwegisch, schicke aber eine Ubersetzung in deutscher und englischer Sprache voraus:

Gaasefjord = Gansefjord = Geese Fjord.

Renbugten = Renntierbucht = Reindeer Bay.

Helvedesporten = Hollenpforte Hell Gate.

Havnefjord -- -- Hafenfjord == Harbour Fjord.

Norskebugt = = Norwegische Bucht = Norwegian Bay.

1 DTK. SVKRDIM;I', Nyt Laiul, v. II, p, 374.

1 HtiMKH und Sen \IDI.\N, Fauna Arctica, v. Ill, 2.

Dieselb«>n Karlen. von ISACIISEN gezeichnct, sind aurh in OTTO SVERDRUP, Nyt

Land, v. I II 7.u findi>n.

1898-1902. No. 14.] ASCID1EN.

Fam : Halocynthiidae.

Halocynthia (part.) VERRILL, 1879.

Halocynthia arctica (HARTM.) Syn: Cynthia echinata, Autores.

1879, Halocynthia echinata, VERRILL, p. 148. 1903, arctica, HARTMEYEH, p. 190.

F u n d s t e 1 1 e :

24 Juli, 1900, Havnefjord, 85 m. (am Winterhafen), 1 Expl.

Diese Art ist von HARTMEYER (1899) von der H. echinata (L) als spezifisch arktisch ansgeschieden worden. Uber die nahere Synonymie siehe HARTMEYER (1903, p. 190). Eine aussere Eigentumlichkeit der Art sind nach dem erwahnten Verfasser die kreisformig angeordneten Dornen mil einem langeren, peilschenformigen Dorn in der Mitte. Ich habe doch 6'fters Exemplare vom nordlichen Norwegen gefunden, die sowohl nach der Fundstelle als nach der inneren Organisation zu der vorliegenden Art gehorten, bei denen aber der zentrale Dorn und die regelmassige Anordnung der Dornen iiberhaupt fehlten. Das einzigste Expl. im Ma- teriale hatte typische Dornenanordnung, 7 Kiemensackfalten und Dor- salfalte mit zungenformigen Fortsatzen und ist demnach eine sichere H. arctica .

Die Art ist friiher im arktisch-amerikanischen Archipel, in der Banks- strasse, von HARTMEYER (1903) nachgewiesen worden, und da sie auch vom nordlichen Europa und Asien (SWEDERUS 1887) bekannt ist, ist sie somit ganz zirkumpolar.

Halocynthia aurantium (PALL.)

Syn: Cynthia pyriformis (RATHKE), Autores.

1879, Halocynthia VERRILL, p. 147.

1880, Cynthia papillosa, TRAUSTEDT, p. 407.

1903, Halocynthia aurantium, HARTMEYFR, p. 195.

Fundstelle:

24 Juli, 1900, Havnefjord, 85 m. (am Winterhafen), 1 Expl.

Diese arktische Art ist, wie durch zahlreiche Befunde sicher fest- gestellt worden, zirkumpolar. Die siidlichste Fundstelle ist an der Ost- kuste von Nord-Amerika in der Massachusetts Bay (VERRILL, 1871), wo das kalte Wasser vom Norden eine weite Strecke sildwarts di'ingt.

6 PAUL BJERKAN. [2ND ARC. EXP. FRAM

An der europaischen Seite des Atlantischen Meeres geht sie nicht siid- licher als bis Vestfjorden in Norvvegen. TRAUSTEDT (1880) hat sie aber auch von Island.

Das Exemplar von Havnefjord ist von mittlerer Grosse, durch einen knr/.en Sliel an einem Stein befestigt. Die Dornen sind bei weitem nicht so regelmassig, weder mil Bezug auf Anzahl noch auf Anordnung, wie man ans den Beschreibungen herausfinden kann. Nur hie und da wird man eine Platte finden mit zentralem Dorn, sonst streben die Dornen nach aussen ohne ausgesprochene Regelmassigkeit. Dasselbe habe ich bei Exemplaren von den verschiedensten Stellen gefunden. Speziell bei einigen Fxpl. von New-Foundland im zoologischen Museum der Universi- tiit zu Kristiania habe ich die Dornen sehr riickgebildet gesehen. Die Tiere selbst sind gross und wohl ausgebiidet, die Dornen aber sind klein und sparlich vertreten. in einer Anzahl von 2 auf jeder Platte und dariiber.

Fam : Styelidae. Styela MAC LEAY, 1824. Styela nistica (L.)

S y n : 1857, Cynthia rusfica, HI.\K, p. 104-.

1871. monoceros. VERHIU,, p. 93. 1879, Halocynthia rustica, VEHRII.L, p. 14-7. 1903, Stifela ., HARTMF.YKR, p. 217.

Fu n (1 s telle M:

12 Jnli. 1901. Bucht bei Landsend, ca. 35 m., 1 Expl.

1C cV 30 Angus!, 1901, Gaasefjord, 13 m., 1 Expl. & 8 m., 2 Expl.

Die Synonymic dieser Art ist etwas schwierig, da sie sehr oft mit andeivn verwechselt worden ist. Der erste, der die in Frage kommenden Ark'ii von Nordwest-Europa klar auseinander gehalten hat, ist J. KLER (1893). HAHT.MKVKK (1903) hat seine Resultate bestatigt; da aber sein reiches Material aus den verschiedensten Teilen der nordlichen Meere stammle. kamen vide verwandte Arten hin/u, und er fand es notwendig, die von KI.KR unler Stycla gestellten Arten auf die alten Gattungen Styela, Dendrodoa und Styelopsis zu verteilen. Letzteres scheint mir auch iM-'hr berechHgt xn sein. doch ist die Galtung Styelopsis moglicher- weise elwas scliwach fundiert. Mit Riicksicht auf die vorliegende Art verweise ich auf die Zusammenstellung der verwechselten Arten bei HAKTMEYEK (1903. p. ^22). PACKARD'S Styela condylomata (1867, p. 277) von Labrador mil ..a square, truncate, corneous projektion between the two

1898-1902. No. 14.] ASCIDIEN.

orifices," spater von VERRILL (1871) als S. monoceres (M0I1.) bestimmt wor- den, ist dieselbe Art. Uberhaupt hat das Horn zwichen den Offnungen den Verfassern Schwierigkeiten verursacht. Von den vorliegenden Exemplaren war das eine aus Gaasefjord ohne Horn, hatte aber statt dessen eine Falte oder Verdickung des Mantels.

Die Art scheint in den Meeresstrassen zwischen Gronland und dein arktisch-amerikanischen Archipel sehr haufig zu sein, im sibirischen Eis- meer ist sie auch gefunden worden (HELLER, 1878), wohl aber nicht nord- lich von der Beringsstrasse, doch muss sie als zirkumpolar charakterisiert werden.

Dendrodoa MAC LEAY, 1824.

Dendrodoa cylindrica n. sp.

(Fig. 1-6). K or per: cylindrisch. Cellulosemantel: vorn gerunzelt, hinten gliitter, aber schwach langs-

gestreift.

Tentakel: etwa 16, alternierend von 2 (3) Grossen. F 1 i m in e ro r ga n : hufeisenformig. Kiemensack: alle Fallen ausgebildet, aber verschieden stark, 1

intermediares, mneres Liingsgefass, die grossten Felder mil

10 12 Kiemenspalten. Dorsalfalte: glattrandig, etwas gekraust. Darm: ziemlich lang, Magen knrz mil Blindsack, gestreift, links etwa

10 Langsstreifen. Gonade: 4-astig.

Fundstelle;

12 Jnli 1901, Bucht bei Landsend, ca 35 m., 2 Expl. Die beiden vorliegenden Exemplare vvaren an Balanus crenatus befestigt. Das abgebildete Expl. (Fig. 1) hatte den Mantel in einen Stiel verlangert, der etwas seitlich vom Korper hinausging. Die Befestigung geht aber auch etwas auf die rechte Seite, ventral iiber. Das andere Expl. muss irgendwie im Leben eine Wunde bekommen haben. Auf der linken Seite war im Mantel ein grosses, rundes Loch mit eingewuchertem Rande, woran der Innenkdrper festgewachsen war.

Die Form des Korpers ist kurz cylindrisch, wird jedoch durch den Stiel etwas schief. Die Runzeln am vordersten Teil sind in der Haupt- sache peripherisch zu der Ingestionsoffnung geordnet, und es ist sehr wahrscheinlich, dass die meisten durch Kontraktion des Tieres hervor-

PAUL BJERKAtf. "' [2ND ARC. EXP. FRAM

gerufen sind. Das andere Expl. ist auch hinten etwas runzlig. Die Lange der konservierten Tiere ist etwa 15 mm. Die Farbe ist in Alkohol weisslichgelb, vvahrscheinlich sind sie ini Leben etwas rotlich gewesen. Der Cellulosemantel ist zahe, aber wenig derb.

Die Muskulatur des Innenkorpers ist nur schwach entwickelt, doch befinden sich in der Niihe der Offnungen deutliche Langs- und Quer- /iige. In der Muskulatur sind kleine Kalkkorperchen zerstreut (Fig. 5). Sie redneieren sicb mil Salzsaure unter Entwicklung von Kohlensaure (?) Ob sie Exkretionsprodukte reprasentieren. oder durch Parasiten hervor- gerufen sind, kann ich nicbt entscheiden. Sie sind aber nur in der Mus- kulatur /.u finden. Ich babe dergleichen bei der Familie der Styelidae fri'iher nicht beobachtet.

Die Tentakel sind von verschiedener Grosse. Die Anordnung scheint an einigen Stellen 2, an anderen 3 Grosser) anzudeuten.

Das Flini merorgan hat eingebogene Fliigel; die Offnung ist nach vorn.

Der Kiemensack (Fig. 4) ist \vohl entwickelt. Die Ordnung der Langsgefiisse ist recbts, vorn:

1, (etwa 10), 1. (7), 1, (8), 1. (4), 1.

In den Fallen reduciert sicb ibre Anzahl nach hinten derart, dass zum Beispiel die 4te Falte, wie in Figure y\\ sehen ist, nur ein Langs- gefiiss hat. Die Quergefasse /eigen 3 Ordnungen: I III II III— I o. s. v. Die An/ahl der Kiemenspalten jedes Feldes ist sebr verschieden, 7 12, hinten am geringsten.

Der Darmkanal (Fig. 2) ist stark gebogen, aber nicht geknickt. Der Magen ist scharf abgesetzt, der Blindsack und die Fallen deutlich /A\ sehen. Die 2 obersten Fallen gehen litngs vom Oesophagus bis zum Blindsack, die iibrigen gehen mehr schriige. Der After (Fig. 3) mil glal- tem. ausgebogenem Rande. dorsal eingeschnitten.

Die Gonade ist bei beiden Expl. 4-astig.

Systemalisches:

HARTMEYER (1903) hat die Arten der arktischen Gattung Dendrodoa klar auseinander gelegl. Ich finde mit ihm, dass die Berechtigung der (Tattling trot/ HERDMANS (1883) und J. KI^RS (1893) Bedenken nicht in Abrede zu stellen ist. Erstgenannter unterschiitzt iiberhaupt den Wert der Geschlechtsorgane als systematisches Kennzeichen bei der Familie Styelidae. Dendrodoa bildet unter den arktischen Ascidien einen ausge- zeichnet gul begrcn/ten Formenkreis, und die stattliche Anzahl von 8 Arten, die HARTMEYER aufmarschieren liisst, spricht fur sich selbst.

1898-1902. No. 14.] ASCIDIEN.

Mil einigem Zweifel stelle ich die neue Art auf nach den 2 mir vor- liegenden Exemplaren. In mehreren Beziehungen sind sie aber von den bis jetzt beschriebenen Arten der Gattung so verschieden, dass ich bei dem jetzigen Stand des Wissens fiber Variation und Ausbreitung der Dendrodoa- Arten sie nicht unter irgend eine andere anbringen kann.

Die alien Arten D. aggregata und D. adolphi sind durch mindestens 2 intermeditire Langsgefasse und viel langeren Magen von der nenen zu balten. Die 2 Ritterschen Arten haben beide Magen ohne Fallen, und D. uniplicata (BONNEVIE, 1896) ist durch foiigeschritlene Riickbildung der Kiemensackfalten und eigentiimliche Gonade gekennzeichnel. Am riieislen scheint die neue Art mil D. Uneata (TRAUSTEDT, 1880) und kiikenthali (HARTMEYER, 1899) gemein zu haben. Von beiden unter- scheidel sie sich durch die kleine Anzahl der Tentakel, von der ersten auch durch Mangel an iiusseren Langsleisten und durch konslante An- wesenheit der intermediaren Langsgefasse, von der zweilen durch die Form des Magens und An/ahl Aste der Gonade. Wenn dazu komml, dass die beiden Arten bis jetzt nur als Lokalformen fiir Spitzbergen und benachbarle Gegenden bekannt sind, so finde ich es zu bedenklich, die vorliegenden Tiere mil irgend welcher dieser Arten zu identificieren.

Spatere Befunde werden moglicherweise die Variationsgrenzen der in Frage kommenden Arten nach verschiedenen Richtungen bin erweitern. Zur Zeit ist es aber nicht leicht zu sagen, in welcher Beziehung die Diagnosen am konstantesten sind.

Styelopsis TRAUSTEDT, 1882. Styelopsis grossularia (BENEDEN).

Syn: ? 1852, Cynthia gutta, STIMPSON, p. 231.

1880, Styela grossularia, TRAUSTEDT, p. 416.

Fundstelle:

18 Juli 1901, Gaasefjord, ca. 60 m. (an der Milndung) 1. Expl.

Die Art ist friiher von TRAUSTEDT fiir Gronland nachgewiesen wor- den. Derselbe Verfasser hat spater (1882), wie mir scheint mil Rechl, sie von Styela ausgeschieden und die neue Gallung Styelopsis gebildel. Jedenfalls ist sie eher zur Gatlung Dendrodoa zu rechnen als zu Styela 1.

1 Nachdem dies schon im Druck ist, bin ich durch eine mir von Dr. HARTMEYER geschickte Arbeit darauf anfmerksam gemacht, dass dieser Autor und Dr. MICHAELSEN in ihren jiingsten Arbeiten die vorliegende Art zur Gattung Dendrodoa rechnen und fblglich die Gattung Styelopsis unterdrfirken.

10 PAUL BJERKAN. [2ND ARC. EXP. FRAM

Das Exemplar unter dem Materiale der nFram" war an B. crenatus befestigt, 1st sehr klein, nur 3 mm. Diameter und wenig abgeflacht, etwa so hoch wie breit.

Die Art ist mehr subarktisch, als arktisch, ist jedoch wahrscheinlich zirkumpolar, da sie von beiden Seiten gegen das offene Meer nordlich der Beringsstrasse vordringt.

Wegen eines alten Exemplares der Cynthia gutla unter dem fruher erwiihnten Materiale im Universitiitsmuseum zu Kristiania habe ich diese Art als fragliches Synonym aufgenommen. Ich hoffe durch genaue Untersuchung die Sache entscheiden zu konnen. Jedenfalls ist das Exem- plar der Sammlung ein Styelopsis, und da es, wie es scheint, von Stimpson selbst nach Kristiania geschickt ist, muss es ein sicheres Kriterium ab- geben fur die Stellung der zweifelhaften C. guild. HARTMEYER (1903) hat die Stimpsonische Art als unsicheres Synonym fur D. (iggregata(]uv.) aufgenommen, wahrscheinlich auf Grund von VERRILLS Behauptung (1871, p. 95), dass es cine junge C. earned sei.

Fain : Ascidiidae.

Ascidia LIXNE 1767.

Ascidia prunum MULL. (Fig. 7-8).

Syn: Ascidia complanata, Autores.

1852, callosa STIMPSON, p. 228.

1872, AscitUoftsis complanata, VEHRILL, p. 289.

1903, Ascidia prunum, HAKTMEVER, p. 285.

Fundstellen:

24 August. 1898, Rice Strait, 1 Expl.

20 September, 1900, Gaasefjord, 6—40 in. (am Winterhafen), Lehm

und Steinchen, 1 Expl. 8 Juli. 1901, Renbngten, Helvedesporten, 4 Expl.

1901, Bucht bei Landsend, ca. 65 m, mehrere Expl. 18 1901, Gaasefjord, 60 m. (an der Miindung),

'*0 r 1901, Gaasefjord, 8 m., Lehm und Steinchen mil

Braunalgen, Mehrere Expl.

Wie aus einer friiheren Arbeit (1905) hervorgeht, bin ich mit HART- MEYER von der Identitut der A. prunum und complanata iiberzeugt. Dass A. callosa STIMPS. und Ascidiopsis complanata und complanatus von VERRILL, dieselbe Art ist. hahe ich im zoologischen Museum zu Kri- stianiu Gelegenheit gehnbl. /u konstatieren. Dort befinden sich namlich

1898-1902. No. 14.] ASCIDIEN. 11

Stimpsonische Exemplare der A. callosa, nebst Expl. der Ascidiopsis complanata, die dem Museum durch die U. S. Fish. Commission zuge- gangen sind, und diese stimmen ganz mil der vorliegenden Art uberein. Der spezielle Bau des Kiemensackes, der VERRILL zur Aufstellung der neuen Gattung bewogen hat, ist von ihm (1. c. fig. 8) abgebildet worden. Man kann diesen aber bei jedem erwachsenen Tier finden, wenn man den Kiemensack von aussen ansieht.

Unter dem Materiale der ,,Fram" befanden sich viele Exemplare der Art; oft waren sie aggregiert. Die grossten sind bis 9 cm. lang bei einer Breite von 6 cm. An B. crenatus waren oft sehr kleine Expl., nur bis 5 mm. lang, befestigt. Bemerkenswert ist bei den grosseren Tieren die enorme Entwicklung des Darmes. Oft war die ganze linke Seite des Innenkorpers davon eingenommen. Zwischen dieser Extremitat und der gewohnlichen Grosse des Darmes waren die schonsten Ubergange zu finden.

Man findet bei den verschiedenen Verfassern die Anzahl der Kiemen- spalten jedes F'eldes fur eine und dieselbe Art verschieden angegeben. So hat HARTMEYER (1903, p. 286) fur A. prunum 5—7 (—12) Spalten als Norm herausgefunden. Es zeigt sich bei meinem Materiale, dass man von den verschiedenen Stellen des Kiemensackes sehr verschiedene Zahlen erhalten kann. Nach dei- Grosse des Tieres sind auf der rechten Seite, vorn (Fig. 7) 2—12, auf der linken Seite, hinten (Fig. 8) 5—24 Kiemenspalten in jedem Felde zu finden. Dieselben Verhaltnisse habe ich auch bei anderen Arten bemerkt. Ist dies konstant, so ist es bemerkenswert. Man darf behaupten, dass es eine Anpassung ist, um gleich schnellen Ablaut' des Kiemenwassers auf jeder Seite zu bewerk- stelligen. Speziell, wenn der Darmkanal und die Geschlechtsorgane sehr entwickelt sind, milssen sie die Peribranchialhohle der linken Seite be- deutend verengern und das Durchfliessen des Wassers durch die Kiemen- spalten in hohem Grade hemmen.

12 PAUL BJERKAN. ASCIDIEN.

Liste der citierten Ascidien-Literatur.

1905, BJKRKA.N, P., Ascidien von ..M. Sars" 1900 04- gesammelt (Bergens Museums

Aarb. 1905. 5). 1^93, BONNKVIE, K., Ascidijp simplices and Ascidia? composite. (Norske Nordh. Exp.

1876-78, v. VII, 2). 18!)!), HAHTMEYER, R., Monascidien der Bremer-Exp. nacli Ostspitzbergen 1889. (Zool.

Juhrb. Syst, v. XII).

11(03. Die Ascidien der Arktis (Fauna arctica, v. Ill, 2).

1878, HKLLEH, C. Die Crustaceen, Pycnogoniden und Tunicaten der ost.-ung. Nordpol-

Exp. (Denkschr. Ak.-Wien, v. 35 1. 1*83, HKKOMA.N. W. A., Heport on the Tunicata of H. M. S. ,,Challenger" 1873-76, I.

(Rep. Voy. Challenger, v. VI). 1893, Ki.i:ii, J, Oversigt over Norges Ascidiie simplices. (Forh. Vid-Selsk. Kristiania

1893, 9). 1807, PACKAHD, A. S., On the recent Inverterbrate Fauna of Labrador. (M. Boston

Soc., v. I).

1857, RINK. H., Gronlands sjopunge. (Nat. Tillteg geogr. og stat. Beskr. GrSnland, v. II). 1852, STJMPSON, W., Some remarks of Ascidians found in Mass. Bay. (P. Boston

Soc., v. IV). 1887, SWEDERUS, M. B., Tunicater fran Sibiriens Ishaf och Beringshaf. (Vega Exp.

v. IV). hs80, TRAUSTEDT, M P. A., Oversigt over de fra Danmark og nordl. Bilande kjendte

Ascidia? simplices. (Medd. Vid. Foren. 1879—80).

Vestindiske Ascidia? simplices, I. (Medd. Vid. Foren. 1881-82). 1<S71. VERRILL, A. E., Description of some imperfectly known and new Ascidians from

New England. (Am. Journ. Sc. & Arts, ser. Ill, v. 2). 1*72, Molluscan Fauna of New England. (Am. Journ. Sc. & Arts, ser.

Ill, v. .'{). 18"!), Molluscoids. (Bui. U. S. Nat. Mns., 15).

Tafelerklarung.

Fig. 1—6. Dendrodoa cylindrica n. sp.

1. Das ganze Tier von links gesehen (|).

2. InnenkSrper n ($)•

3. After (?).

4. Teil des Kiemensackes von innen gesehen (\5).

5. Eigentiimliches Kalkkorpcrchen von der Muskulatur (3f5)-

6. Gonade (?).

Fig. 7-8. Ascidia prunum.

1. Teil des Kiemensackes der rechten Seite, von innen gesehen (^).

8. Teil des Kiemensackes der linken Seite, von innen gesehen (V)-

Gedruckt 2. Marz 1908.

2^Norwe£.Arct.Exped.in the Kiviui IOIU1 !90L'.Xo. ! 't.

Taf . I.

Paul Bjerkan

Hart *g In'>»>,i

REPORT OF THE SECOND NORWEGIAN ARCTIC EXPEDITION IN THE "FRAM" 1898—1902. No. 15.

HJALMAR DITLEVSEN:

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PRINTED BY A. W. BR0GGER

1909

_Dei den von ,,Fram" eingesammelten polychaeten Chaetopoden knupft sich das Interesse in erster Reihe an die Formen, von welchen eine grosse Anzahl erbeutet worden ist, und an die Aufschliisse iiber deren Variieren und Biologic, die man hierdurch gewinnt. Ich will in dieser Beziehung die beiden einander nahestehende Species Harmothoe imbricata (L.) und Harmothoe rarispina SARS nennen, auf deren gegen- seitige Verwandtschaftsverhaltnisse neues Licht geworfen wird. Nicht weniger interessant sind einige eigentumliche Individuen von Dasychone infarda. Ubrigens ist aber die Zahl der erbeuteten Arten keine geringe, in allem betragt sie 44. Und selbst wenn unter ihnen keine fur die Wissenschaft neue Formen sich finden, gibt es doch mehrere sellene und weniger haufig vorkommende Formen; von solchen will ich hier nur die grossen, schonen Individuen von Melcenis Loveni MALMGREN - in dem Gansefjord erbeutet - - nennen und ein Exemplar von Ana'itis Wahlbergi MALMGREN, welches an Grosse die von MALMGREN erwahnten spitzbergischen Individuen tibertrifft und das auch in Beziehung zur Form der Borsten etwas von diesen abweicht.

HJALMAR D1TLEVSEN. [SEC. ARC. EXP. FRAM

Polynoidse. Nychia ci'rrosa PALL.

1865. MAI.MGREN: Overs, af Kgl. Vet. Akad. Forh. p. 58.

L o k a 1 i t a t :

Aug. 4. 1898. Upernivik 20 Mt.

Juli 21. 1899. Der Winterhafen, Havnefjord 16 Mt.

Aug. 4. 1900. Der Tmtenfisch-Grund 20—30 Mt.

Aug. 8. 1900. Der Winterhafen c. 30 Mt.

Septbr. 20. 1900. Der Winterhafen, Havnefjord 9-40 Mt. Lehm und

Steinchen.

Juli 12. 1901. Die Bticht bei Landsend.

Ein Teil der vorliegenden Exemplare weicht etwas von der typi- schen Form ab, dadurch, dass die Skulptur der Oberflache der Elytren im ganzen mehr robust ist; sie scheinen in der Beziehung mil einigen nordgronlandischen Formen, von MOORE 1 erwahnt, ubereinzustimmen. MOORE erwiihnt dies Verhaltnis in folgender Weise: ^The elytra are rougher than those figured by MALMGREN and M'!NTOSH, the numerous papilla? being rough, horny, and spinous of the tip. The specimens from Gape York are covered with nochreous deposit" mentioned by M'INTOSH, which appears to be derived from the bottom soil". Ebenso sind mehrere von ,,Fram's" Exemplare mit einem solchen rochreous deposit" bedeckt, welches sich in reichlicher Menge in den verzweigten Aus- wiichsen hiiuft, die die Oberflache des Elytrons bei dieser Art charak- terisieren. Eins der Individuen wurde in einem aus kleinen Steinen gebauten Rohrchen gefunden, wahrscheinlich einem Telepus circinnatus odor einer Scione lobata gehorig; es ist scheinbar langlicher und von schlankerer Form als die iibrigen; wahrscheinlich hat ihn der enge Ilaum in dem Rohrchen gehindert, sich bei der Konservierung so sehr zusammenzuziehen, wie sonst geschehen ware.

1 Proc. of the Acad. of Nat. Sc. of Philadelphia 1902, p. 259.

1898-1902. No. 15.] ANNULATA POLYCHAETA.

Harmothoe nodosa (SARS).

18G5. Ennoe Orstedi: MAI.MGRE.N 1. c. p. 61. 1865. Ennoe nodosa: MALMGREX 1. c. p. 61. 1879. Polynoe scabra: TIIEEL, K. Sv. Vet. Akad. Hand]. Vol. XVI p. 7.

. Lokali tat :

Aug. 4. 1900. Landspitze der Seewalzen 30—50 Mt. Steinchen.

Jtini 26. 1901. Gegeniiber dem Zeltplatz.

Juli 8. 1901. Renntier-Bucht.

Juli 15. 1902. Dem Havhestefjeld gegeniiber.

Diese Form scheint sehr zu variieren, und es 1st verstandlich, dass sie die Bildung mehrerer Arten veranlasst hat. Unter den von ,,Fram" mitgebrachten Exemplaren sind - - ein kleines fndividuum ausgenom- men, welches nur noch wenig entwickelt 1st - - augenscheinlich drei verschiedene Typen. Bezuglich der Grosse ubertreffen die Individuen von der Seewalzenspitze weit die ubrigen; das grosste davon misst in der Lange 90 mm., in der Breite (mil den Borsten) 38 mm., und scheint am nachsten mil dem von WIREN l ervvahnten ersteren Typus uberein- zustimmen, welcher mil Polynoe nodosa SARS identisch sein sollte. Das Exemplar von der Renntier-Bucht entspricht am nachsten deni Typus 4 von WIREN, wahrend das vor dem Zeltplatze entnommene Exemplar dem Typus 2 desselben Verfassers ahnlich ist, oder vielleicht vielmehr einer Zvvischenform zvvischen Typus 1 und 2.

Harmothoe badia THEEL.

1878. Kgl. Sv. Vet. Akad. Handl. Vol. XVI. p.. 18.

Wahrend H. Sarsi ganzlich fehlt, findet man diese Art in zwei Exemplaren, beide von dem Gansefjord, eins im September 20, 1900, das andere ein Jahr nachher, Aug. 8, 1901, erbeutet. Das grosste Expl. misst in der Lange c. 55 mm., das kleinere c. 45 mm.

Harmothoe rarispina (SARS).

1860. Polynoe rarispina, SARS: Forh. Vidensk. Selsk. Christiania 1860, p. 60. 1865. Lagisca rarispina, MALMGREN 1. c. p. 65.

L o k a 1 i t a t :

Septbr. 19. 1900. Vor dem Verbannungsthale 4—40 Mt.

Septbr. 20. 1900. Gansefjord 6-40 Mt. Lehm und Steinchen.

Juli 9. 1901. Die Renbucht

Juli 18. 1901. Die Mundting des Gansefjords 2—4 Mt. Lehm und

Steinchen.

Aug. 2. 1901. Ganz hinten in dein Gansefjord.

Aug. 30. 1901. Gansefjord 8 Mt. Lehm und Steinchen.

EN: Vega-Exp. vetenskapl. mkttagels. II. 1883, p. 388.

HJALMAR DITLEVSEN. [SEC. ARC. EXP. FRAM

Wie bekannt machte MALMGREN sein Gattung Lagisca u. a. davon abhangig, dass der hintere Teil des Riickens nicht von den Elytren bedeckt wird: Bdorsum totum, segmentis circiter X ultimis exceptis, tegen- tia", 1. c. p. 65. Spatere Verfasser scheinen doch nicht die Berechti- gung dieses Galtung anzuerkennen: WIREN (1. c. p. 389) und THEEL (I. c. p. 8) fiihren es unter dem Geschlechtsnamen Polynoe ein, andere, z. B. LEVINSEN ! unter dem Geschlechtsnamen Harmothoe. LEVINSEN, dessen Systematik ich in dieser Beziehung folge, schreibt 1. c. p. 29: ,,Um iiber die Verwirrung und Ungewissheit hinauszukomrnen, die augenblicklich in der Systematik dieser Formen herrscht, schlage ich vor, bei der Geschlechtsbegrenzung besonders Gewicht auf die Formen der Riickenborsten zu legen, die im Gegensatz zu den Bauchborsten eine sehr geringe oder fast keine Variation darbieten, weder bei dem einzelnen Individ noch bei Gruppen verwandter Arten. So sind die Riickenborsten wesentlich vom selben Bau bei alien Formen, die zu den Gesch lech tern Harmothoe, Evarne, Antinoe, Lcenilla, Lagisca, Ennoe, Parmenis und Eucrante gerechnet werden, kurz bei all den Geschlechtern, die weder durch die Form der Borsten noch das Verhaltnis der Riicken- platten scharf auseinander zu halten sind. Fur dies so durch eine Zusammenschrnelzung der eben genannten 8 Geschlechtern gebildete Geschlecht schlage ich vor den Namen Harmothoe zu behalten, da der Name Polynoe fur Polynoe scolopendrina beizubehalten ist, welcher mil der Beschreibung SAVIGNYS zu slimmen scheint".2

Beziiglich der vorliegenden Art vverde ich nun gleich bemerken, dass ich den Gharakter mil den hinteren von den Elytren unbedeckten Ringen nicht konstant finde, indem unter dea von nFram" mitgebrachten Exemplaren tibrigens typische Individuen sich finden, wo der Riicken in seiner ganzen Lange bedeckt ist, ganz wie bei der folgenden Art. Auch in Bezug auf die auf den Elytren sitzenden Korperchen wechselt die Art, eine Tatsache, welche auch von WIREN erortert ist, der schreibt: 1. c. p. 389: ,,hvilka afvika fran den vanliga formen derut- innan, att fjallens taggar fran smal has blifva betydligt tjockare mot midten, t. o. m. aggformiga". Unter den Exemplaren rFrams" finde ich einen ganz allmahlichen Ubergang von solchen Korperchen auf den Elytren, die fiir die Art rarispina typisch sind, zu solchen, die bei der Art imbricata gewOhnlich und fur dieselbe typisch sind. Ich habe deshalb in meiner Bestimmung der in der rFramsammlungu vorliegen-

1 LEVINSEN: Systematisk, geografisk Oversigt over de nordiske Annulata, Gephy-

rea, Chsetognathi og Balanoglossi, Kobenhavn 1883. - Von dem Verfasser dieser Abhandlung ill's Deutsche iibersetzt.

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den Exemplare, nur die Formen zu H. rarispina hinzugerechnet, deren Korperchen auf den Rilckenplatten dem Ausdruck MALMGRENS: wspinis, raris brunneis, elongate fusiformibns aut cylindricis" entsprechen.

Harmothoe imbricata (L.).

1865. MALMGREN 1. c. p. 66.

Lokalitat:

Aug. 16. 1898. Reindeer Point, Foulke Fjord 4-20 Mt.

Aug. 18. 1898. Camp Clay. Cap Sabine 4-10 Mt.

Aug. 24. 1898. Rice Strait.

Juli 21. 1899. Winterhafen, Havnefjord 16 Mt.

Juli 29. 1899. Winterhafen, Havnefjord 12 Mt.

Juli 22. 1900. Winterhafen, Havnefjord c. 60 Mt.

Juli 23. 1900. Winterhafen, Havnefjord c. 40 Mt.

Juli 25. 1900. Winterhafen, Havnefjord.

Juli 30. 1900. Mundung des Grosstals.

Juli 31. 1900. Gegend von Vestersund.

Aug. 3. 1900. Fosheims Peak und das Tal an der Wcstseite des

Fjords 4—40 Mt.

Aug. 4. 1900. Tintenfisch-Grund 30-40 Mt,

Septbr. 19. 1900. Vor dem Verbannungstale 4-20 Mt.

Septbr. 20. 1900. Boden des Gansefjords 6-40 Mt.

Juli 12. 1901. Bucht bei Landsend.

Aug. 30. 1901. Gansefjord c. 8 Mt.

Juli 15. 1902. Havhestefjeld gegenuber.

Juli 17. 1902. Ostlich von dem grossen Gletscher, North Devon

c. 6 Mt.

Aug. 4. 1902. Gansefjord, nordlich von der Halbinsel 20-40 Mt.

Unter den vielen vorliegenden Exemplaren dieser Art finden sich verschiedene Varietaten in Bezug auf Form, Grosse und nicht am wenigsten in Bezug auf das Verhaltnis der Ruckenplatten. Die Bemer- kungen MOORE'S 1. c. p. 270 iiber einige nordgronlandische Individuen gelten in dieser Beziehung auch fiir die von ,,Fram" eingesammelten : rThe elytra vary from those without any trace either of horny papillae or soft marginal papilla? to very rough ones with numerous hard promi- nences easily visible under a magnification of five diameters - Und wie ich in der Erwahnung der vorhergehenden Art bemerkt habe was die grosseren Korper auf den Elytren betrifft, findet man einen vollstandig allmahlichen Ubergang von den tranenformigen oder fast kugelformigen, die fur diese Art charakteristisch sind, zu den langen, cylindrischen bei H. rarispina. Es gibt in Fram's Material Individuen, die man -- nach der Form dieser Korperchen -- ebensogut zu rarispina als zu imbricata rechnen kann (Fig. 4). Die Form der Korper des in Fig. 1 abgebildeten Elytron muss man wohl am besten als typisch fur H. imbricata betrachten, wahrend Figg. 2 u. 3

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dem rarispina entspricht; bei Fig. 2 haben die Korperchen die Form, welche MALMGREN mit dem Ausdruck nfusiforme" bezeichnet. Wie man sehen wird, liegen die in Fig. 4 abgebildeten Korperchen so zu sagen gerade dazwischen und entsprechen vvahrscheinlich denen, die WIREN, (1. c. p. 389) einige sibirische rarispina-Formen betreffend, erwahnt. Es wird sicb also schvvierig - - wenn nicht etwa unmoglich zeigen, die Form dieser Korperchen als entscheidendes Artkennzeichen zu benutzen. Noch niehr iiberzeugt hiervon wird man durch die nahere Betrachtung des Aussehens dieser Korperchen: Untersucht man sie bei starkerer Vergrosserung, kommt man namlich zu dem Ergebnis, dass die grossen Korper durch Hypertrophie von den kleinen, mikroskopischen Korperchen gebildet scheinen. Fig. 5 stellt ein kleines Stiick von einem Elytron eines H. imbricata dar, 125 mal vergrossert. Man sieht hier die kleinen mikroskopischen Korperchen, dornenahnlich, mit einer stumpfen Spitze, ein wenig schief dreieckig im optischen Durchschnitt, gegen die Fliiche des Elytrons schrag gestellt. Zwar sieht man von ihrer Strtiktur nicht viel, doch findet man eine deutliche, recht dicke, homogen aus- sehende Hautschicht moglicher Weise eine Guticula um einen inneren Hohlraum, der mit einer structurlosen und farblosen Masse geiiillt scheint, Zellen werden nicht unterschieden; und eine absolute Entschei- dung des Baues dieser Korperchen wird kaum zu erlangen sein ausser durch histologische Untersuchung von Schnittpraparaten, aber hierzu ware ein in dieser Hinsicht konserviertes Material notig. Betrachten wir einen der grosseren Korper, so sehen wir, dass dieser mit der- selben strukturlosen klaren Hautschicht bedeckt ist, wie die kleinen, mikroskopischen Korper, aber das innere sehen wir mit einer braun- lichen Masse gefiillt, die gegen das aussere des Korpers mit eigen- tiimlichen, schuppenformigen Flecken hervortritt. Diesen Bau sieht man liberal 1 bei den grosseren Korpern, unangesehen welche Form diese im iibrigen haben. Betrachtet man nun die kleinen Korper, so sieht man, dass einzelne von diesen, innerhalb der homogen aussehenden Haut- schicht, an der Spitze dunkelbraun werden, die dunkle Farbe breitet sich nach und nach abwilrts gegen die Basis, ilber den Inhalt des ganzen Korpers aus, wahrend dieser gleichzeitig die obenerwahnte gefleckte Zeich- nung, die bei den grosseren Korpern zu sehen ist, zu zeigen anfangt; jetzt fiingt der kleine Korper zu vvachsen an ; er wird dick an der Spitze, nach und nach tranen- oder spindelformig, oder er entwickelt sich zu einem langen, cylindrischen Pflock, wie bei H. rarispina. Auf Fig. 5 sind mehrere dieser Stadien zu sehen, und fallt einem erst mal das Geschilderte auf, so scheint es ganz ohne Zweifel, dass die grossen und

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grosseren Knolen durcli Hypertrophie von einzelnen kleinen, mikrosko- pischen Korpern gebildet sind. Was diese Hypertrophie verursacht, ist natiirlich nicht leicht zu sagen, der Gedanke, das konne etwas patolo- gisches, vielleicht parasitisches sein, iiegt ja nahe; das ist darum interessant, da dann diese Knoten und Pflocke wenn meine

Auffassung die richtige ist -- also wohl ohne systematische Bedeutung sein vverden. Eine weitere Beobachtung, welche bei dieser Auffassung auch verstandlich wird, ist das ganz launenhafte Auftreten dieser erwahnten Korper: Man trifft Individuen, denen sie ganzlich fehlen, man trifft Individuen mit einzelnen oder wenigen Korpern zerstreut auf der Ober- flache des Elytrons, und man trifft einen Teil dieser Oberflache ganz dicht mit ihnen besaet. Sie scheinen immer nabe am Rande des Ely- trons am dichtesten zu sitzen, und scheinen auf demjenigen Teil des Elytrons, der von dem vorangehenden gedeckt wird, gar nicht oder wenigstens ausserst sparsam zu finden zu sein. Sind es Parasiten, die durch Invasion in die mikroskopischen Korper dieselben zur Hyper- trophie bringen, so kann man sich ja'sehr wohl denken, dass die verschie- dene Form der Geschwure durch mehrfache Arten von einander nahe- stehender, parasitischer Formen verursacht ist. Aber deshalb brauchen die Wirtliere ja nicht von verschiedener Art zu sein. Soweit ich sehen kann, konnen die Borsten auch nicht als konstante Artscharaktere zvvischen H. imbricata und H. rarispina benutzt werden. Die Figg. 1 a und 1 b stellen zwei Bauchborsten desselben Individuums dar, dessen Elytron von Fig. 1 genommen wird. Wie man sehen wird, hat das eine (Fig. 1 a) einen Zahn unter der Spitze, das andere keinen. Die etwas verschiedene Form riihrt von dem verschiedeuen Platze, den die zwei Borsten in dem Paropodium gehabt haben, her: Die in Fig. Ib abgebildete Borste, deren aussere, breite Teil verhaltnismassig kiirzer und scharfer abgesetzt von dem Schafte ist, hat ganz ventral gesessen, wflhrend Fig. 1 a eine Borste darstellt, die dem Riickenbund am nachsten gesessen hat. Die Fig. 2 a und 2 b entsprechen dem Riickenblatt, wovon ein Teil in Fig. 2 abgebildet ist, also eine Rarispina-Form mit spindel- formigen Korpern. Keine der zwei Borsten ist wesentlich von denen in Fig. 1 a und 1 b abgebildeten verschieden; beide haben einen Zahn unter der Spitze, in Fig. 2 a ist er sehr abgeniitzt, doch immer noch deutlich. Fig. 3 a und 3b gehoren demselben Individuum an, welchem das Elytron, von dem ein Teil in Fig. 3 abgebildet ist, gehort. Auch diese variieren nicht nennenswert. Fig. 3 b hat keinen Zahn unter der Spitze, aber wie wir gesehen haben, trifft man auch Borsten ohne Zahn bei typischen H. imbricata-¥ormen. Endlich stellen Figg. 4 a und 4b

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Bauchborsten dar von einem Individuum, welches, vvie aus Fig. 4 7Ai sehen ist, in Bezug auf das Verhaltnis der Korper, eine Zwischen- form zwischen den typischen H. rarispina und H. imbricate bildet; aucli diese Borsten zeigen ganz dieselbe Form. - - Ich werde noch hinzu- fiigon, dass MOORE (1. c. p. 269) meint, in der Stellung des vorderen Augenpaares ein fiir H. rarispina charakteristisches Artkennzeichen gef unden zn haben. Er schreibt: ,,The anterior pair of eyes is borne on the anterior face of prominently outstanding lobes, which give to the head a very characteristic form not shown in any of the published figures. These ocular lobes are situated slightly posterior to the middle of the head, which is very much narrower anterior than posterior of them". Doch auch diesen Charakter finde ich nicht konstant. Erstens scheinen die erwahnten ,,ocular lobes" bei den verschiedenen Individuen an Grosse ziemlich viel zu variieren, ebenso wie die Stellung der Augen (des vorderen Augenpaares) auch nicht immer ganz dieselbe ist im Ver- lulltnis zu diesen lobes": Sie konnen ganz dorsal sitzen, aber auch etwas gegen die Seite des Kopfes bin, ferner konnen sie der Spitze des erwahnten Vorsprunges naher oder ferner sitzen, was vielleicht von den verschiedenen Zusammenziehungsverhaltnissen der verschiedenen Indi- viduen herriihren mag. Doch zuletzt finde ich ganz ahnliche Vorspriinge bei H. imbricata. Es wird somit meiner Ansicht nach kaum weiteres zu tun sein, als zukunftig die zwei Formen H. rarispina (SARS) und H. imbricata (L.) unter dem Namen H. imbricata (L.) zu vereinen, indem //. rarispina kaum noch als Varietal zu behaupten sein wird.

Melsenis Loveni MGRN.

1865. MALMGREN, 1. c. p. 78. 1883. WIPKN, 1. c. p. 391.

L o k a 1 i t a t :

Septbr. 19. 1900. Vor dem Verbunnungstale 4-40 Mt. Septbr. 20. 1900. Gansefjord 6-40 Mt. Lehm und Steinchen.

Die vorliegenden Individuen sind typische Formen und stimmen genau mil der Beschreibung MALMGREN'S iiberein, jedoch mit derselben Einschrankung, die WIREN fiir die typischen Exemplare der Vega- expedition anfiihrt, niimlich dass die 3 letzten Ringe von den Riicken- platten unbedeckt sind. Das grosste Exemplar hat eine Lange von 73 mm., das kleinste von c. 60 mm.

1898-1902. No. 15.] ANNULATA POLYCHAETA. 11

Sfgah'omdsB.

Pholoe minuta (FABR.).

1865. MALMGREN, 1. c. p. 89.

Es liegt nur ein ganz kleines Individuum von etvva 5 mm. Lange vor; es ist im Aug. 26, 1898, erbeutet, 1st aber mil keiner Lokalitat bezeichnet. Nach dem Zeitpunkt, wann es genommen ist, stamnit es von einer Stelle in Smiths Sund, wahrscheinlich von Rice Strait oder da in der Nahe.

Phyllodocidse. Phyllodoce maculata, (L.).

1865. MALMGREN, 1. c. p. 94-98. 1883. LEVINSEN, 1. c. p. 48.

Lokalitat:

Aug. 1. 1900. Mundung des Grosstals 4-60 MK Juli 19. 1901. Gansefjord. Aug. 16. 1901. Gansefjord c. 15 Mt.

Aug. 2. 1902. Ganz hinten im Gansefjord 2— 4Mt. LehmundSteinchen. Aug. 4. 1902. Gansefjord, Nordlich von der Halbinsel 20-30 Mt.

Die vorliegenden Individuen sind durchgehend klein ; das kleinste misst nur c. 60 mm. in der Lange. Eins davon zeigt recht sonderbare Verhaltnisse, namlich dasjenige von der Mundung des grossen Tales: es misst in der Lange 275 mm., und darf also sehr lang genannt werden ; und es zahlt c. 350 Segmente; der hintere Teil macht den Eindruck regeneriert zu sein, und die letzten Segmente hier sind schwierig genau zu zahlen; aber dieser Lange entspricht keine verhaltnissmassige Dicke, indem die Breite des Thieres nicht mehr als 4 mm. misst. Sonst scheint nichts merkwurdiges an seinen Bau zu sein. Die Papillen des Riissels sind wie bei den ubrigen Individuen, in Bezug auf Form, Grosse und Arrangement; die Verhaltnisse des Parapodiums bieten auch nichts Merkwiirdiges.

Eteone cylindrica ORST.

1843. ORSTED: GrSnl. Annulata dorsibrandriata, Kgl. Danske Vidensk. Selsk. p. 35.

Lokalitat: Juli 8. 1901. Renbucht. Juli 9. 1901. Renbucht.

12 HJALMAR DITLEVSEN. [SEC. ARC. EXP. FRAM

Anaitis Wahlbergi MGRN.

1865. MALMGREN 1. c. A. kostcriensis p. 94.

1867. MALMGREN1 p. 20.

Lokali tat: Aug. 4. Gfinsefjord.

Fiir die auf Spitzhergen gefundenen Individuen dieser Art giebt MALMGREN eine Liinge von 70 mm,, eine Breite von 6 mm an. Er schreibt dariiber, dass es ,,rarissime ad oras maxime boreales Spelsbergise" gefunden wird. WIREN nennt eins von der Vegaexpedition aus dem Sibirischen Eismeere mitgebrachtes Exemplar, vvie auch THEEL ein von dem Karameere mitgebrachtes envahnt. Die zwei letzteren Verfasser machen keine Angaben der Grosse. Das Exemplar von dem Gansefjord ist 90 mm. lang und 9 mm. breit. Es ist also bedeutend grosser als die von Spitzbergen, scheint aber im iibrigen nicht wesentlich von denen MALMGREN'S abzuweichen; doch sind die Borsten etwas verschieden: Wiihrend deren Schaft bei der